II.04: Netzwerke und Abhängigkeiten der Juden in Aschkenas vor dem Hintergrund neuer Herausforderungen: Wiederaufbau, Judenschuldentilgungen und Vertreibungen (1350-1519)

Quellengrundlage

Wenn nach 1350 auch weitaus weniger Juden im mittelalterlichen Reich lebten als vor den Pestverfolgungen, so wissen wir über diese durch die Möglichkeit, auch serielle Quellen auszuwerten, insgesamt doch wesentlich besser Bescheid als über ihre Vorfahren.

Herangezogen werden etwa Gerichtsbücher und -protokolle, Briefbücher urbaner Obrigkeiten sowie weiteres Verwaltungsschriftgut städtischer Provenienz.

Qualitativ ist mittels der prosopographischen Methode als Herzstück der Netzwerkanalyse in vielen Bereichen ein ungleich detaillierterer Zugriff auf die Quellen möglich.