Ü.02: Summerschool
Teilnehmer der fünften Trierer Summerschool

Aufbau der Summer School und Informationen zur Anmeldung

Die Summer School besteht aus zwei aufeinander aufbauenden Modulen sowie einem zusätzlichen Workshop zur qualitativen Netzwerkanalyse. Zudem bieten die Dozenten individuelle Forschungsberatungen an.

Wir stellen 40 Teilnehmerplätze zur Verfügung. Die Anmeldephase beginnt am 29. April 2013. Bitte melden Sie sich rechtzeitig an, um sich einen Platz zu sichern.

+++ alle Teilnehmerplätze sind vergeben +++

Informationen auf einen Blick können Sie hier herunterladen:

 

Aufbau der Summer School

Modul 1

Mon­tag bis Diens­tag

Das erste Modul führt ganz­tä­gig in die theo­re­ti­schen Kon­zep­te, Ge­schich­te und all­ge­mei­nen Me­tho­den der Da­ten­er­he­bung, -aus­wer­tung und -vi­sua­li­sie­rung der SNA ein. Die Ver­an­stal­tung rich­tet sich an alle Teil­neh­mer, ins­be­son­de­re aber an An­fän­ger, und bie­tet einen ers­ten Ein­stieg in die kom­ple­xe The­ma­tik.

 

Modul 2

Mitt­woch bis Sams­tag

Modul 2 um­fasst zwei par­al­lel lau­fen­de An­ge­bo­te zur Da­ten­er­he­bung und -aus­wer­tung von So­zia­len Netz­wer­ken. Am Mitt­woch er­folgt das Modul ganz­tä­gig, an­schlie­ßend vor­mit­tags. Je nach For­schungs­in­ter­es­se kön­nen sich die Teil­neh­mer zwi­schen zwei Ar­beits­grup­pen ent­schei­den:

A) Ge­samt­netz­wer­ke (insg. 20 Plät­ze)

B) Ego­zen­trier­te Netz­wer­ke (insg. 20 Plät­ze)

Workshops

Workshop „Data Mining und angewandte Netzwerkanalyse“

Soziale Netzwerkanalysen finden in den letzten Jahren neben der Forschung aus zunehmend Einzug in die Praxis. Insbesondere Handels- und Dienstleistungsunternehmen profitieren durch eine Gesamtnetzwerkanalyse der bestehenden und potentiellen Kundenbasis.

Beispiele hierfür sind die Nutzung von Social-Media-Daten aus Online-Netzwerken, wie Facebook oder Twitter, zur Verbesserung der Kundenkommunikation und Produktentwicklung, eine Effizienzsteigerung im Direktmarketing bei Telekommunikationsunternehmen durch die Analyse von Telefonverbindungsdaten oder eine Betrugserkennung bei Krankenversicherung durch die Analyse von Netzwerken zwischen Versicherungsnehmern, Ärzten und Versicherungsmaklern.

Der Workshop soll hierzu an ausgewählten Anwendungsfällen einen Einblick in die Praxis geben. Der Donnerstagnachmittag wird dabei vorwiegend der Sekundärdatenerhebung und Aufbereitung großer Datenbestände aus Datenbanken und Online-Netzwerken (Data Mining) gewidmet, während am Freitagnachmittag ein Hauptaugenmerk auf die Analyse und Visualisierung derer gelegt wird.

In praktischen Übungen kommen dabei neben den freien Softwareprodukten Gephi und R auch kommerzielle Softwarelösungen auf Basis SAS zum Einsatz, um so konkret einen Einblick in die bisherigen Möglichkeiten der sozialen Netzwerkanalyse im Unternehmenseinsatz zu geben.

Gemeinsames Ziel ist es einen Startpunkt für eigene anwendungsorientierte Analysen größerer Gesamtnetzwerke zu bieten und dabei zugleich Hindernisse und Fallstricke aufzuzeigen.

Workshop „Prozessgenerierte Daten und historische Netzwerkanalyse“

Die Untersuchung von Netzwerkdynamiken, d.h. der Veränderung von Netzwerkstrukturen in der Zeit, gewinnt unter Historikern und Sozialwissenschaftlern eine immer größere Bedeutung. Hierbei ist es aber oftmals nicht möglich oder praktikabel, “klassische“ Formen der sozialwissenschaftlichen Datenerhebung wie Befragungen und Beobachtungen anzuwenden. Prozessgenerierte Quellen oder Daten liegen hingegen oftmals bereits für längere Zeiträume vor und ermöglichen vielfältige dynamische Analysen. Prozessgenerierte Quellen entstehen beispielsweise während Verwaltungsvorgängen aber auch während „Oral History Interviews“. Sie sind nicht direkt durch die Forschenden für individuelle Fragestellungen erhoben worden und müssen deshalb kundig und kritisch interpretiert werden um für aussagekräftige Datenerhebungen nutzbar zu werden. Ziel des Workshops ist es, eine Einführung und praktische Handreichung in die Besonderheiten der Erhebung von dynamischen Netzwerkdaten aus prozessgenerierten Quellen zu geben.

Der Workshop gliedert sich wie folgt: Grundlagen, Quellenübung, Dateneingabe/Codierung, Datenausgabe(Einstieg in die Auswertung)/Fragen und Diskussion. 

Workshop „Mixed Methods“/“Visual Network Research“

Der Workshop ist als eine Erweiterung des im Modul 1 angeschnittenen Zweigs der „qualitativen Netzwerkanalyse“ zu sehen. Im Nachmittagsprogramm werden am 26. und 27. September in zunächst zwei parallel stattfindenden Übungen die beiden Tools VennMaker und NetMap, einschließlich der kombinierten Erhebung qualitativer und quantitativer Netzwerkdaten vorgestellt. Am zweiten Nachmittag werden gemeinsam mit allen Workshop-Teilnehmern die Grundlagen und Methoden der partizipativen und qualitativen Datenanalyse besprochen und Wege aufgezeigt, wie die unterschiedlichen Formen der Netzwerkanalyse miteinander verbunden werden können.

Die Teilnehmer können zwischen den folgenden zwei Übungen wählen:

A) VennMaker

Die Software „VennMaker“ steht an der Schnittstelle von qualitativer und quantitativer Netzwerkanalyse. Netzwerke können per digitalen Fragebogen oder als digitale Netzwerkkarte erhoben werden, und beide Formen lassen sich auch miteinander kombinieren. Aufgrund seines visuellen Erhebungscharakters ist der VennMaker besonders gut für partizipative Netzwerkinterviews, bzw. Formen der kommunikativen Validierung geeignet. Die erhobenen Daten können in „klassischer Weise“ mit Excel, SPSS, Pajek oder R quantitativ ausgewertet werden. Die zeitgleiche Aufzeichnung der gesprochenen Kommentare während des Interviews sowie die Einbindung von Textkommentaren etc. lassen aber auch eine qualitative Auswertung zu. In Gruppenarbeit wird das Erstellen von Netzwerkkarten mit Hilfe des VennMakers erlernt. Die praktische Übung sieht die Konfiguration, Durchführung sowie Auswertung eines Interviews vor. Des Weiteren wird die Migration der Daten in Officeanwendungen und SPSS erprobt.

B) Net-Map

Das Net-Map-Tool ist eine interview-basierte Methode, die es erlaubt, das Wissen um Netzwerkstrukturen als Netzwerkkarte direkt mit Papier und Stift sichtbar zu machen. Darüber hinaus können, während des Interviewprozesses, vielfältige Daten zu den Akteuren und qualitative Informationen erhoben werden, welche die Rollen der Akteure und Netzwerkstrukturen besser verständlich machen. Während des Workshops erarbeiten die TeilnehmerInnen, nach einer kurzen Vorstellung des Net-Map-Tools, relevante Fragestellungen aus ihrem jeweiligen Forschungsbereich und lernen die Anwendung des NetMap-Tools anhand dieser Fragen. Anschließend werden verschiedene Möglichkeiten der Digitalisierung der Netzwerkkarten aufgezeigt und erste Auswertungsschritte besprochen.

Individuelle Forschungsberatung

Am 26. und 27. September stehen die Dozenten den Teilnehmern für eine Forschungsberatung zur Verfügung. 

In einem per­sön­li­chen Ge­spräch kön­nen Lö­sun­gen für die ei­ge­nen For­schungs­auf­ga­ben und -pro­jek­te be­spro­chen und ge­fun­den wer­den. Die Teil­neh­mer pro­fi­tie­ren hier­bei von der Ex­per­ti­se und den Er­fah­run­gen der Do­zen­ten.

Die Be­ra­tung läuft par­al­lel zu den Workshops. Die Do­zen­ten haben Ver­ständ­nis, wenn Teil­neh­mer den Work­shop für ihr Ge­spräch kurz ver­las­sen.

 

Anmeldung

+++ alle Teilnehmerplätze sind vergeben +++

Die Anmeldephase beginnt am Montag, 29. April und endet am Freitag, 26. Juli 2013.

Die Teilnehmerzahl ist auf 40 Teilnehmer begrenzt. Die Teilnahmegebühr beträgt 280€. Wenn Sie sich anmelden möchten, schicken Sie bitte eine Email an tsna@uni-trier.de. Bitte fügen Sie Ihrer Anmeldung folgende Informationen bei:

  • Funktionierende Emailadresse, Anschrift und Studiengang/-abschluss

  • Anmeldung für Modul 2 (Details s. Aufbau):

    • a) Arbeitsgruppe A: „Gesamtnetzwerke“ (insg. 20 Plätze; bitte mit angeben: SAS-Kenntnisse: ja/nein; GNU-R-Kenntnisse: ja/nein)
    • b) Arbeitsgruppe B: „Ego-zentrierte Netzwerke“ (insg. 20 Plätze; bitte mit angeben: SPSS-Kenntnisse: ja/nein; GNU-R-Kenntnisse: ja/nein)
  • Anmeldung für die Forschungsberatung (ja/nein)

Falls eine Beratung erwünscht ist, fügen Sie bitte eine Skizze Ihres Forschungsvorhabens bei (max. 2 Seiten im pdf-Format). Aus dem Abstract sollten das Forschungsthema, die Fragestellung und die geplante oder durchgeführte Form der Datenerhebung (primär/sekundär) und -analyse (Gesamtnetzwerke, Ego-Netzwerke oder qualitative Netzwerkanalyse) hervorgehen. Die Dauer des Beratungsgesprächs (ca. 15-20 Minuten) hängt von der Nachfrage ab.

  • Anmeldung für den Workshop „Qualitative und quantitative Netzwerkforschung“ (ja/nein)

  • a) … mit VennMaker 

oder

  • b) … mit Net-Map

oder

  • Anmeldung für den Workshop „Erhebung dynamischer Netzwerkdaten aus prozessgenerierten Quellen" (ja/nein)

oder

  • Anmeldung für den Workshop „Data Mining und angewandte Netzwerkanalyse“ (ja/nein)
  • Stadt­füh­rung durch die Trie­rer Alt­stadt (ja/nein)


Bitte nutzen Sie für die Anmeldung das Anmeldeformular. Da die Teilnehmerzahl auf insgesamt 40 Teilnehmer beschränkt ist, melden Sie sich bitte rechtzeitig an.

+++ alle Teilnehmerplätze sind vergeben +++

Die Teilnahmegebühr ist 21 Tage nach Erhalt der Anmeldebestätigung fällig. Die Anmeldung wird erst wirksam, wenn die Teilnahmegebühr auf dem in der Bestätigungsmail angegebenen Konto eingegangen ist. Zusammen mit der Bestätigung des Zahlungseingangs erhalten Sie weitere Informationen bzgl. Veranstaltungsort, Übernachtungsmöglichkeiten und Busanbindung. Ebenso wird Ihnen vorbereitende Literatur zu den Lehrveranstaltungen zur Verfügung gestellt. Auf der Homepage der Summer School (www.summerschool.uni-trier.de) können Sie sich ebenfalls informieren.

 

Hinweis: Am 20./21.09. findet an der Universität Trier die Herbsttagung "Soziologische Netzwerkforschung im Digitalen Zeitalter" inkl. Forum zu Forschungsethik & Doktorandentreffen der DGS Sektion "Soziologische Netzwerkforschung" statt.

 

Anmeldeformular, Ablaufplan und Ankündigungstext für die Summer School:





Dateien

.doc
7te_Summer_School_20...rmular.doc
0,028 MB
.pdf
7te_Summer_School_20...digung.pdf
0,262 MB
.pdf
Ablaufplan_Summer_Sc...r_2013.pdf
0,063 MB